Newsletter vom 14. Juli 2011
Editorial: News to use
In den letzten Monaten gab es wieder einiges an Neuigkeiten rund um TRICAD MS. Darüber möchten wir Sie informieren – die hier vorgestellten Entwicklungen, Verbesserungen und Angebote werden Ihnen die tägliche Arbeit mit TRICAD MS erleichtern.
TRICAD MS: Das Anlagenplanungs-Multitalent ist auch ein Sprachgenie
120 Teilnehmer / Vorstellung von Neuheiten / Kostenloses Gebäude-Tool
Nicht alle 120 Teilnehmer des User Meetings 2011 der VenturisIT werden es zuvor gewusst haben – aber nach dem ersten Vortrag des Tages (Dipl.-Chem.-Ing. Heiko Kaiser, Prokurist der Triplan AG, referierte über die „Modulare Erweiterung einer Wirkstoffproduktion“) waren alle auf dem gleichen Informationsstand: Die VenturisIT hat eine große, börsennotierte Muttergesellschaft – den Engineering-Dienstleister Triplan AG. Es ist ein Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern, darunter mehr als 70 Prozent Ingenieure.
Wenn es der Auftraggeber nicht anders vorschreibt, planen diese Ingenieure am liebsten mit TRICAD MS. Das ist in fast 50 Prozent der Fälle so. Deshalb ist TRICAD MS auch so gut und am Markt so erfolgreich: Triplan-Ingenieure nutzen die Software täglich in ihrer Planungsarbeit, die Software-Entwickler der VenturisIT haben so ein permanentes Feedback.
Muss man jetzt noch erklären, warum VenturisIT gern mit dem Slogan „Eine Software von Ingenieuren für Ingenieure“ arbeitet?
Das war aber natürlich nicht die einzige Information, die die User vom Meeting mit nach Hause brachten. Primär interessiert sind diese natürlich an ‚ihrer‘ Software. Und in mehreren Vorträgen wurde eine ganze Reihe von Erweiterungen, Vereinfachungen und Verbesserungen präsentiert – diese hier alle im Detail aufzuführen, würde den Rahmen unseres Newsletters sprengen. Deshalb beschränken wir uns auf zwei Punkte.
Sprachunabhängige Zeichnungserstellung
Was alle Anlagenplaner mit internationalen Projekten elektrisiert haben wird: Ihr Anlagenplanungs-Multitalent TRICAD MS ist auch ein Sprachgenie! Sie können ein Projekt in deutscher Sprache planen und vor der Übergabe an den internationalen Kunden die Planung per Knopfdruck in die Sprache des Kunden übersetzen. Dabei werden alle Zeichnungsattribute entsprechend geändert – die VenturisIT-Entwickler nennen das ‚sprachunabhängige Zeichnungserstellung‘.
Hintergrund: An die TRICAD MS Bauteile (Zellen) sind Attribute angehängt. Diese Attribute werden im ‚Klartext‘ an die Bauteile geschrieben. Einige dieser Attribute sind für die Parametrik der Bauteile wichtig (z.B. Medium, Luftart, Material) und auch für die Listenerstellung relevant (z.B. Bauteilbezeichnung, Material, Bezeichnung).
Die TRICAD MS-Dateien erhalten einen Sprachstempel – und beim Wechsel der Sprache (die Spracheinstellung erfolgt über die Variable VENTURIS_LANG_EXCHANGE) werden die relevanten Attribute in die neue Sprache überführt. Die Übersetzung der Attribute erfolgt per Zuordnungstabellen im ENV. Zur Erstellung der Übersetzungstabellen stehen Tools zur Verfügung.
Einfaches Gebäude-Modul zum Erstellen von Volumenmodellen
Damit sich der Haustechnikplaner einfach und schnell ein Gebäude als Volumenmodell erstellen kann, stellt die VenturisIT ohne Berechnung ein Gebäude-Modul zur Verfügung. Klar: Es ist einem professionellen Architekten-CAD nicht gleichzusetzen.
Aber es lassen sich Gebäudemodelle anhand der Festlegung von Achsrastern (2D/3D) einfach erstellen. Stützen können automatisch über das Achsraster platziert werden. Man setzt Wände über Start- und Endpunkte, wahlweise bezogen auf die Außen-/Innenkante oder zentrale Linie. Bauteiltypen passen sich automatisch den eingestellten Werten der jeweiligen Etage an. Alternativ besteht die Möglichkeit, in einem 2D-Grundriss bestehende Linienzüge anzuwählen. Die Wände werden entsprechend der Vorgabe automatisch errichtet. Durchbrüche können gesetzt und nachträglich verändert werden. Ausbauten wie Fenster und Türen werden einfach und schnell in die Wände platziert. Da dieses Modul speziell für die Fabrikplanung entwickelt wurde, ist darüber hinaus die Planung von Attika, Vordächern und Dacheinbauteilen möglich.
TRICAD MS Toolkit: Viele kleine Helfer am Werk
TRICAD MS Toolkit ist ein sehr nützliches Werkzeug für viele kleinere, bei der täglichen Planungsarbeit im CAD-Umfeld von MicroStation und TRICAD MS anfallenden Tätigkeiten.
Wie ist die Vorgehensweise? Was kann das Toolkit?
Die Zeichnung, die Referenz oder der ausgewählte Zeichnungsbereich wird eingelesen und analysiert. Dabei ermittelt das Toolkit diverse Informationen, die je nach gewählter Einstellung detailliert / vereinfacht in eine ASCII- oder Excel-Datei exportiert werden.
Folgende Informationen zur aktuellen Zeichnung stehen dann zur Verfügung:
- wann erstellt, wann zuletzt geändert
- wie viele Zugriffe an welchem Bearbeitungstag
- Anzahl und Namen der benutzten und unbenutzten Ebenen
- Anzahl, Namen, Element-IDs aller gefundenen Grafik- und Pseudozellen
- Gesamtzahl und Anzahl verwendeter Text-, Bemaßungsstile, Elementvorlagen
- Anzahl und Namen der verwendeten Farben, Füllfarben, Linientypen
- Linienbreiten.
Darüber hinaus berechnet Toolkit die Größe von Zellen und Elementen.
TRICAD MS-Attribute können auch ohne vorhandene TRICAD MS-Datenmasken angezeigt werden. Vorhandene Pseudozellen sind in Grafikzellen konvertierbar, wobei die Struktur erhalten bleibt.
Nach entsprechenden Vorgaben und Design Rules (XML-Regel) ordnet Toolkit Ebenen neu zu (diese Regeln können über eine Verwaltung abgespeichert werden).
Nicht zuletzt vergleicht dieses hilfreiche Werkzeug unterschiedliche Zeichnungen und zeigt an, was geändert, hinzugefügt oder gelöscht wurde. Die Resultatausgabe erfolgt temporär in der aktuellen Zeichnung oder in einer neuen Zeichnung. Elemente können nach Element-ID oder Dateiposition gesucht, angezeigt und gelöscht werden.
Aktuelle Ansichtsfenster (optional: Kamerawerte) kann der Planer speichern und jederzeit wieder aktivieren. Er kann sich zudem die MicroStation- sowie die TRICAD MS-Konfigurationsvariablen anzeigen lassen; dies ist auch für die IP- und MAC-Adressen möglich.
Last but not least exportiert Toolkit Durchbrüche von TRICAD MS zu Speedikon.
Fazit: Toolkit bietet dem Planer viele kleine Helfer, die die tägliche Arbeit am CAD-Bildschirm vereinfachen.
BMBF fördert neue Virtual-Reality-Technologien mit 5,8 Millionen Euro
Simulation verfahrenstechnischer Anlagen. Durch eine Kombination von VR-Modell und Strömungssimulation können die Stoffströme in einer Anlage dargestellt und optimiert werden (Quelle: Dirk Mahler/ Fraunhofer IFF)
Der Einsatz neuer Virtual-Reality-Technologien für die Entwicklung und den Test neuer Produkte macht diese deutlich sicherer und zuverlässiger. Das sieht auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung so und verlängerte das auf diesem Gebiet arbeitende, bundesweite Forschungsprojekt ViERforES (Virtuelle und Erweiterte Realität für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit eingebetteter Systeme) um fast drei Jahre.
Die offizielle Eröffnungsveranstaltung von ViERforES II fand am 18. März 2011 im Magdeburger Fraunhofer-Institut statt. Die Bilanz der bisherigen Forschungsarbeiten in ViERforES ist ausgesprochen positiv. Das BMBF entschied darum, die Arbeit der beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen mit weiteren Mitteln in Höhe von insgesamt 5,8 Millionen Euro zu fördern. Das Konsortium, bestehend aus dem Magdeburger Fraunhofer IFF, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Technischen Universität und dem Fraunhofer IESE in Kaiserslautern, soll so bis zum 30. September 2013 seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen können.
Das gemeinsame Ziel des Forschungskonsortiums ist es, mit neuen Entwicklungskonzepten die Sicherheit und Zuverlässigkeit von technischen Geräten und ganzen Prozessen, Maschinen, Anlagen nachhaltig zu verbessern. Die Ingenieure konzentrieren sich dabei vor allem auf die Simulation und den Test des wichtigen Kerns heutiger Produkte - der eingebetteten Systeme wie Steuerungssoftware und Mikroprozessoren. Dafür nutzen sie modernste Technologien der »Virtuellen und Erweiterten Realität«. Im Gegensatz zur ersten Förderstufe sind erstmals auch Unternehmen aus der Region in das Projekt involviert. Sie übernehmen die Forschungsergebnisse aus ViERforES und übertragen sie im Rahmen ihrer eigenen Produktentwicklung direkt in die Praxis.
Professor Dr.-Ing. Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts in Magdeburg und Sprecher von ViERforES, begrüßt die Fortsetzung des Projekts und unterstreicht seine Bedeutung: „VR-Technologien sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil im gesamten Lebenszyklus von technischen Produkten, Maschinen und Anlagen. Mit den in ViERforES vorangetriebenen Entwicklungen können wir ihre Wirksamkeit jedoch noch um ein Vielfaches erhöhen. Wenn wir auch die Reaktionen der Steuerungskomponenten der Produkte auf unterschiedliche Belastungen, Störungen oder ähnlichem bereits im Vorfeld virtuell simulieren und testen können, verbessern wir ihre Sicherheit und Langlebigkeit deutlich. Das hat positive Auswirkungen für die Hersteller und natürlich für die Verbraucher.“
Mit der anwendungsorientierten Entwicklung und Verknüpfung neuer Methoden und Techniken des Digital Engineerings betreten die Wissenschaftler regelmäßig Neuland. Die Anwendungsfelder sind entsprechend breit und liegen u.a. in der Fahrzeugproduktion, der Medizintechnik oder der Entwicklung von Leitständen für neue Energiesysteme. So können mit Hilfe der hier entwickelten Technologien z.B. erstmals kritische Systemzustände von Elektrobatterien im Labor realistisch simuliert und getestet werden. Auf diesem Weg lässt sich die Sicherheit und Zuverlässigkeit etwa von Elektrofahrzeugen nachhaltig verbessern.
Das Projekt hatte einen ursprünglichen Förderzeitraum vom 1. Juli 2008 bis 31. Dezember 2010. Ab Januar 2011 wird es bei einer erneuten Laufzeit von weiteren 33 Monaten mit insgesamt 5,8 Millionen Euro zusätzlich gefördert.
Optimiert: TRICAD MS ISOGEN-Schnittstelle
Um das Erstellen und Verwalten von Fertigungs-Isometrien mit der TRICAD MS ISOGEN-Schnittstelle noch effizienter zu gestalten, haben wir Oberfläche und Funktionalität stark erweitert.
Hier die Neuheiten:
- Neue Dialogoberfläche
- Auflistung aller Leitungen der Zeichnung in einer Mehrfachauswahl
- Leitungen markieren und in Ansicht zentrieren
- Liste aller erzeugten Isometrien
- Anzeige des Projektpfades
- Venturis Isogen Projekte überarbeitet
-> Erhöhung der Toleranz zur Suche verknüpfter Elemente - Übertragung von Anlagen- und Usernamen in den Zeichnungskopf der Isometrie
- Materiallistenkoordinaten korrigiert
- Nicht verwendbare Beispiel-Styles wurden entfernt
- Neben VisoBridge.exe ist jetzt auch VisoAuto.exe als Personal Isogen Starter verfügbar
- Beenden resistenter VisoAuto.exe Prozesse beim Programmstart
- I-Configure aus der Dialogoberfläche heraus aufrufbar
- Integration von Mehrfach-Verzweigungen (Vitaulic)
- Installationsumgebung von Personal Isogen und I-Configure aktualisiert
- Personal Isogen Version 7.3, Isogen Version 10.3, Idfgen Version 8.3 integriert
- Neues Register Isogen Batchfile (zu registrierende dll, ocx Liste erweitert)
- Neuer Ordner Dependencies für I-Configure
- Rohr2 Sigma-Ausgabedatei erweitert
- Neue Isogen-Hilfedatei
Neben diesen Verbesserungen der Schnittstelle eine weitere Neuheit: Der I-Configure muss nicht mehr manuell installiert werden - dies erledigen wir, sofern gewünscht, für Sie direkt bei der TRICAD MS-Installation.
Sie möchten die neue TRICAD MS ISOGEN-Schnittstelle schon jetzt testen? Melden Sie sich einfach bei uns und machen sich selbst ein Bild davon, wie die neue Schnittstelle auch Ihren Arbeitsalltag erleichtert.
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